Detektiv Hercule Poirot
Agatha Christie schuf die Romanfigur des belgischen Privatdetektivs Hercule Poirot. Seine hervorstechende Eigenschaft ist die Überzeugung von seinen eigenen Fähigkeiten. Er lebt in Grossbritannien, seit er im Ersten Weltkrieg aus Belgien geflohen ist.
Poirot tritt zuerst in „The Mysterious Affair at Styles“ auf, hier bereits als bekannter Detektiv. In „Curtain“ stirbt Poirot.
Poirot wird durch Christie vor allem durch einige Running Gags gekennzeichnet: er wird ständig für einen Franzosen gehalten, die immer wieder Richtigstellungen erzwingen, er liebt seine Schnurrbart (Moustache), weist einen Ordnungswahn auf und ist sehr stolz auf seine „kleinen grauen Zellen“, die ihm immer wieder zur Lösung seiner Fälle verhelfen. Seine äußerliche Erscheinung und seine kleine Statur führt manchmal dazu, dass Fremde ihn nicht ernst nehmen, was für einen detektivischen Vorteil sorgen kann. Poirot ist sehr egozentrisch, was den Scotland-Yard-Chefinspektor Japp oft aus dem Konzept bringt – am Ende der Romane ist Japp Poirot allerdings immer dankbar für die Lösung der Fälle.
In einigen der Hercule-Poirot-Romane wird der Detektiv vom treuen, aber auch etwas begriffsstutzigen Assistenten Captain Hastings begleitet. Die Bezeihung zwischen Poirot und Hastings orientiert sich eindeutig am Vorbild von Holmes und Watson.
Zwar wurden fünf Fälle von Hercule Poirot für das Kino verfilmt, es gelang allerdings nur eine überzeugende Darstellung: Albert Finney verkörperte Poirot 1974 im „Mord im Orientexpress“. Finney wurde für diese Leistung für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert.
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